3 Tipps im Umgang mit schwierigen pflegebedürftigen Senioren für Familienangehörige

Pflegebedürftige Angehörige können Familienangehörige vor bis dahin unbekannte Probleme stellen, besonders, wenn die Verwandten nicht in einem Altenpflegeheim untergebracht sind, sondern zu Hause im Kreise der Familie leben. Die Angst zu versagen, aber auch die Abhängigkeit der Patienten, die Aggression der vielleicht einst sanften Menschen und die ständige Gefahr von Verletzungen, vor dem Weglaufen der Patienten und der Gefährdung anderer Menschen macht die Seniorenpflege zu einem Job rund um die Uhr. Wer nicht nur auf die eigenen Nerven aus Stahl zählen will, kann zu kleinen Tipps und Tricks zurückgreifen, mit denen die Pflegesituation etwas erträglicher wird.

Bilder vermitteln eine Traumwelt, aber auch Sicherheit!

Wer mit pflegebedürftigen Senioren über eine von den alten Personen aufgestellte Tatsache streitet, hat fast immer das Nachsehen. Insbesondere bei dementen Verwandten werden Realität und Traum oft vermischt. Für die eigene Ruhe und Gelassenheit, aber auch um weitere Unsicherheiten bei den Familienangehörigen zu vermeiden, ist ein Eingehen auf die realitätsfernen Gedanken notwendig. Mehr noch, diese Gedankenwelt scheint für die alten Senioren eine bekannte und daher nicht ängstigende Zufluchtsstätte zu sein. Diese gilt es zu verstärken statt zu bekämpfen.

Schließlich ist es einerlei, ob der liebe Verwandte in der Jetzt-Zeit lebt, sich mit Fabelwesen auseinandersetzt oder Tiere und Menschen sieht, die gar nicht existent sind. Wer sich Geschichten zu dieser Scheinwelt überlegt, wird den Senior unterhalten, wer auf seine Bedenken eingeht, wird ihm Rückhalt geben und wer ihm mit Dinge rund um diese Scheinwelt umgibt, macht das Leben für den Pflegebedürftigen leichter. Bilder aus dieser Scheinwelt unterstützen dieses Vorhaben.

Bilder haben aber auch eine abschreckende Wirkung in der Seniorenpflege. Wenn die Verwandten zum Weglaufen neigen, aber vor bestimmten Orten, Dingen oder Gegebenheiten Angst haben, können Bilder auf der Eingangstüre eine deutliche Warnung aussprechen. Um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen, werden die pflegebedürftigen Familienangehörigen die Wohnung lieber nicht oder nicht alleine verlassen. Zur Sicherheit kann aber auch eine kleine Glocke an der Türe montiert werden, damit die pflegenden Angehörigen ein Verlassen der Wohnung schnell und rechtzeitig bemerken.

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Richtiger Umgang mit alten Menschen und Demenz

alten-pflege-demenzAltern bringt Krankheiten und Abbauprozesse mit sich. Mit zunehmenden Alter wird der Mensch vergesslicher und die Altersvergesslichkeit darf nicht mit einer Demenz verwechselt werden. Die Demenz beeinträchtigt viele Gehirnfunktionen und macht ein eigenständiges Leben unmöglich. Wichtig ist die Schulung, Begleitung und Unterstützung der Angehörigen und Helfer, denn selbst wenn das Gedächtnis und die Sprache verloren gehen, hat der Demenzkranke die Möglichkeit, sich durch Gestik, Mimik und Körperhaltung auszudrücken.

Auf den Gefühlszustand eingehen

Wichtig ist bei der Betreuung der erkrankten Personen, auf den Gefühlszustand des Betroffenen einzugehen. Es müssen Wege gesucht werden, damit sich der Betroffene verstanden und angenommen fühlt. Demenzkranke nehmen aber oft kaum mehr ihre Umwelt war, deshalb bleibt oft nur die körperlich-sinnliche Ebene als einzige Form der Kommunikation. Es ist im Umgang mit dem Erkrankten zum Beispiel hilfreich, mit der Handfläche auf den Stuhl zu tippen, um dem Betroffenen bei der Entscheidung, sich hinzusetzen ja oder nein, zu unterstützen.

Nonverbale Kommunikation

Das Sprechen hat bei der Demenzerkrankung seine Grenzen. Es gilt, das Sehen, Riechen, Fühlen, Hören und Schmecken anzuregen. Die Sprache der Sinne zu verstehen, bedarf ein hohes Maß an Empathie seitens des Pflegenden, aber genau das ist ein entscheidendes Kriterium im Umgang mit einem Demenzkranken. Die Möglichkeiten, alle Sinne anzuregen, reichen von der Aromatherapie, über stimulierende Einreibungen und beruhigende Bäder, über Schaukeln und Wiegen, bis hin zum gemeinsamen Summen und Singen zur Verbesserung des nonverbalen Kommunikationsaustausches.

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