Ist Facebook, Twitter und Co auch etwas für Senioren?

Facebook, Twitter und andere soziale Medien werden mittlerweile von einem großen Teil der deutschen Bevölkerung aktiv genutzt. Das trifft auch auf zahlreiche ältere Menschen zu, die sich nach und nach zunächst an den Computer, dann an das Internet und anschließend an die sozialen Netzwerke herangetastet haben. Allerdings gilt das nicht für alle von ihnen.

Viele Senioren sehen die Entwicklung hin zur vernetzten Online-Kommunikation nach wie vor mit Skepsis. Hier stellt sich für Familienangehörige oder für Betreuer im Seniorenheim die Frage, ob eine aktive Heranführung sinnvoll sein könnte.

In der Seniorenbetreuung an Social Media heranführen?

Grundsätzlich profitieren gerade ältere Menschen von neuen geistigen Herausforderungen. Sie bleiben mental fitter und beweglicher, wenn sie regelmäßig mit neuen Sachverhalten konfrontiert werden, in die sie sich einarbeiten können. Allerdings gilt das nur dann, wenn sie durch eine Herausforderung nicht überfordert werden.

Das gilt auch für Facebook, Twitter und vergleichbare Netzwerke. Wenn die Heranführung zu schnell geschieht und damit zu anspruchsvoll ist, ist das Risiko einer kompletten Ablehnung groß. Dennoch heißt das nicht, dass nur bestimmte Senioren ihren Zugang zu sozialen Medien finden können.

Es ist nur wichtig, dass auf die individuellen Voraussetzungen eingegangen wird. Wer schon etwas vertraut mit dem Internet ist, wird sich natürlich schneller bei Facebook einarbeiten können, als jemand, der erst mit dem Computer in Berührung gekommen ist. Im Rahmen der Seniorenbetreuung sollte also ein Programm ausgearbeitet werden, das auf die Einzelperson zugeschnitten ist. Die Schritte sollten bei der Einarbeitung in soziale Netzwerke lieber etwas zu klein als zu groß ausfallen, damit keine Selbstzweifel aufkommen. Auch kleinere Hausaufgaben machen Sinn. Hiermit können die in der Übungsstunde erlernten Dinge wiederholt und damit eingeübt werden. Auf jeden Fall ist es wichtig, immer wieder auf die zahlreichen Vorteile der besseren Vernetzung hinzuweisen.

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Senioren und Computer: Eine Generation wird immer technikaffiner

Seit den Anfängen der Computertechnologie hat sich vieles verändert. Für die meisten Menschen ist der Computer ein Gegenstand, der genauso häufig benutzt wird wie das tägliche Geschirr. Dabei haben Smartphones und Tablets dem großen PC häufig schon den Rang abgelaufen. Auch Senioren halten mit der Entwicklung Schritt, denn es ist ihnen ein großes Bedürfnis, im Kontakt mit ihren Familienangehörigen, insbesondere mit den Enkeln, zu bleiben. Die Technik macht es möglich.

Dank Smartphone und Tablet können auch weite Entfernungen überbrückt werden. Nicht wenige Mitbürger der Generation 60+ chatten mit der Jugend über WhatsApp oder Skype. Fortgeschrittene der über 60- oder 70-Jährigen betreiben nicht selten ihre gesamten Bankgeschäfte online. Wenn Ihnen entsprechende Kenntnisse noch fehlen, haben sie das dringende Bedürfnis, an einem Computerkurs teilzunehmen. Viele ältere Menschen möchten sich auch in technischer Hinsicht weiter entwickeln, nehmen aber von Geräten, auf denen „speziell für Senioren“ steht, Abstand.

Ältere Menschen und PC: Ängste abbauen und Sicherheit gewinnen

Viele Fortbildungseinrichtungen wie Volkshochschulen haben sich längst an die veränderten Gewohnheiten der Bevölkerung angepasst. Fast alle Städte bieten Einsteigerkurse für ältere Menschen an. Unter ihresgleichen brauchen Sie sich nicht schämen, wenn sie manches nicht sofort verstehen. Beim Lernen ist es ihnen wichtig, das im eigenen Tempo tun zu können.

Wenn die ersten Berührungsängste im Umgang mit der Technik verschwinden, entwickelt sich große Freude an der Arbeit mit dem Computer. Auch 70-Jährige haben heute häufig Vorkenntnisse in der Computernutzung. Deshalb müssen sich Senioreneinrichtungen auf die neuen Bedürfnisse älterer Bewohner einstellen. Für Altenheime wäre die Anschaffung einer besonders bedienfreundlichen Spezialtechnik eine Überlegung wert. Von der Computertechnologie können beide Seiten profitieren. Computer sollten auch in der Altenpflege ihre angemessene Bedeutung bekommen. Einem älteren Menschen den Rechner vorzuenthalten, bloß weil er jetzt in einer Einrichtung lebt, wäre grundverkehrt.

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Kein Besuch – wie animiert man die Familie

alten-pflege-besuchLeider ist es heutzutage oft so, dass alle Menschen im Senioren- oder Pflegeheim immer weniger von der Familie besucht werden. Die eigenen Kinder arbeiten längst selbst und nehmen sich nur selten Zeit für einen Besuch bei den Eltern. Manchmal liegt der Grund auch daran, dass Altern und diverse Krankheiten von den Angehörigen versucht werden auszublenden und nicht wahr zu nehmen.

Wie bekommen Senioren mehr Besuch?

Der Altenpfleger kann versuchen, die Angehörigen und auch die Geschwister mit einzubeziehen. Oft reicht es aus, die Angehörigen anzusprechen, dass der alte Mensch sich sehr alleine fühlt und Besuch im wirklich gut tut. Manchmal kann auch angesprochen werden, dass die Senioren nun am letzten Abschnitt ihres Lebens angelangt sind, und die gemeinsame Zeit nun knapp bemessen sein wird.
Oft ist den Besuchern gar nicht klar, dass die alten Menschen dort sich sehr alleine fühlen wenn sie von Kindern, Enkelkindern und Freunden ausgegrenzt werden und nicht mehr am gemeinsamen Leben teilhaben können.

Besuchszeiten festlegen und einhalten

Senioren freuen sich sehr, wenn sie wissen, dass sie an bestimmten Tagen besucht werden. Der Altenpfleger kann versuchen, mit der Familie Tage festzulegen, an denen ein Besuch möglich ist. Am besten ist es, wenn nicht alle Angehörigen auf einmal kommen, sondern wenn die einzelnen Personen an unterschiedlichen Tagen vorbei kommen. So hat der alte Mensch mehr Besuche und freut sich auf jeden Einzelnen davon.

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