Richtiger Umgang mit alten Menschen und Demenz

alten-pflege-demenzAltern bringt Krankheiten und Abbauprozesse mit sich. Mit zunehmenden Alter wird der Mensch vergesslicher und die Altersvergesslichkeit darf nicht mit einer Demenz verwechselt werden. Die Demenz beeinträchtigt viele Gehirnfunktionen und macht ein eigenständiges Leben unmöglich. Wichtig ist die Schulung, Begleitung und Unterstützung der Angehörigen und Helfer, denn selbst wenn das Gedächtnis und die Sprache verloren gehen, hat der Demenzkranke die Möglichkeit, sich durch Gestik, Mimik und Körperhaltung auszudrücken.

Auf den Gefühlszustand eingehen

Wichtig ist bei der Betreuung der erkrankten Personen, auf den Gefühlszustand des Betroffenen einzugehen. Es müssen Wege gesucht werden, damit sich der Betroffene verstanden und angenommen fühlt. Demenzkranke nehmen aber oft kaum mehr ihre Umwelt war, deshalb bleibt oft nur die körperlich-sinnliche Ebene als einzige Form der Kommunikation. Es ist im Umgang mit dem Erkrankten zum Beispiel hilfreich, mit der Handfläche auf den Stuhl zu tippen, um dem Betroffenen bei der Entscheidung, sich hinzusetzen ja oder nein, zu unterstützen.

Nonverbale Kommunikation

Das Sprechen hat bei der Demenzerkrankung seine Grenzen. Es gilt, das Sehen, Riechen, Fühlen, Hören und Schmecken anzuregen. Die Sprache der Sinne zu verstehen, bedarf ein hohes Maß an Empathie seitens des Pflegenden, aber genau das ist ein entscheidendes Kriterium im Umgang mit einem Demenzkranken. Die Möglichkeiten, alle Sinne anzuregen, reichen von der Aromatherapie, über stimulierende Einreibungen und beruhigende Bäder, über Schaukeln und Wiegen, bis hin zum gemeinsamen Summen und Singen zur Verbesserung des nonverbalen Kommunikationsaustausches.

Die Neugestaltung des Wohnraumes

Wird der Demenzkranke Zuhause betreut, bedarf es einer Wohnraumadaptierung, bei der beispielsweise alle Stolperfallen beseitigt werden. Erfolgt die Betreuung in einer Pflegeeinrichtung, hilft das Ausgestalten der privaten Umgebung mit Farben, Blumen und Bildern der Förderung der zeitlichen und örtlichen Orientierung und dem Abbau von Ängsten.

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