Finanzierung einer 24h-Pflege

Immer wieder gibt es Schicksalsschläge, die im Alter eine vollumfängliche Pflege erforderlich machen. Diese sogenannte 24h-Pflege stellt für die Betroffenen nicht nur ob der ungewohnten Situation eine große Belastung dar. Weiterhin muss die finanzielle Herausforderung gestemmt werden, die damit verbunden ist. Doch welche staatlichen Unterstützungen gibt es, die bei der Finanzierung helfen können? Wir haben einen genauen Blick auf dieses Thema geworfen.

Zunächst ist es von Bedeutung, sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Hier geht es auch um die Frage, welche Kosten für die Pflege anfallen. Da hierbei viele individuelle Faktoren, wie zum Beispiel die Wohnsituation und die Art der Erkrankung, eine große Rolle spielen, ist eine genaue Analyse von großer Bedeutung. Hier gelangen Sie zu den weiterführenden Informationen, die bei der ersten Einschätzung der Kosten eine Rolle spielen.

Die Pflege zuhause

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, die Pflege im eigenen Heim in Anspruch zu nehmen. Dies bietet den Vorteil der gewohnten Umgebung, die in der Regel eine beruhigende Wirkung hat. Auf der anderen Seite zeichnet sich die Pflege in den eigenen vier Wänden durch einen weiterhin engen Kontakt zu den Angehörigen aus. Werden die anfallenden Aufgaben von Personen aus dem Kreis der Verwandten, den Nachbarn oder ehrenamtlichen Helfern übernommen, so gibt es den Anspruch auf Pflegegeld. Dieses sollte so früh wie möglich beantragt werden. Wie hoch die Summe ist, mit der es zukünftig möglich ist, die Pflege zu unterstützen, hängt wiederum stark von der Schwere der Erkrankung ab.

Auch bei den Steuern gibt es für Pflegende die Möglichkeit, eine Vergünstigung zu erhalten. Dieser Anspruch gilt für Kosten von bis zu 20.000 Euro im Jahr, wodurch am Ende maximal 4.000 Euro abgezogen werden können. Der Steuerabzug selbst befasst sich dabei mit den haushaltsnahen Dienstleistungen. Er erlaubt es in der Folge, bis zu 20 Prozent der Kosten direkt von der Einkommenssteuer abzuziehen und auf diese Weise einen finanziellen Mehrwert zu schaffen. Bereits dieser Steuervorteil kann natürlich im individuellen Fall einen wichtigen finanziellen Mehrwert darstellen, dessen Bedeutung für die Betroffenen nicht zu unterschätzen ist.

Umbau des Wohnraums

Die Pflege in den eigenen vier Wänden stellt sogleich besondere Anforderungen an das Eigenheim. Nur in seltenen Fällen achten Bauherren Jahrzehnte zuvor auf eine entsprechende Ausstattung des Hauses. Im Alter kommen nun hohe Kosten für den Umbau zustande, die kaum von den monatlichen Einkünften getragen werden können. Aus diesem Grund gibt es auch für den altersgerechten Umbau der Wohnung staatliche Fördermittel. Diese werden unabhängig vom vorliegenden Pflegegrad an die betroffenen Personen ausgezahlt. Dafür ist es im Vorfeld notwendig, den entsprechenden Antrag an die Pflegekasse zu stellen. Summen von bis zu 4.000 Euro bieten die Gelegenheit, die Grundlage deutlich zu verbessern, auf der die Pflege am Ende des Tages aufbaut und die für diesen Zweck stimmig sein muss.

Der Grad der Abhängigkeit

Insgesamt zeigen sich also vielseitige Möglichkeiten, was die Finanzierung der Pflege im Alter angeht. Leider müssen die Betroffenen häufig erkennen, dass alle Förderungen des Staats noch nicht ausreichen, um tatsächlich eine ausgeglichene finanzielle Situation zu schaffen. Auch aus diesem Grund wird es in den kommenden Jahren weiter um die Frage gehen, wie neue Unterstützung angeboten werden kann. Schließlich sind die Strukturen der Pflege, die in Zukunft immer stärker belastet werden, auf die Pflege zuhause angewiesen. In keinem Fall wäre es möglich, alle Pflegefälle in Heimen zu betreuen, da entsprechende Kapazitäten nicht zur Verfügung stehen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.