Auch in der Altenpflege sinnvoll: Das Schlafprofil

alten-pflege-SchlafprofilFür einen energiegeladenen Tag ist ein gesunder und guter Schlaf die Grundlage.

Doch vielen Menschen gelingt es nicht, sich in der Nacht ausreichend zu erholen. Ist dies ein anhaltender Zustand, empfiehlt es sich ein Schlafprofil erstellen zu lassen.

Dies ist nicht nur im alltäglichen Leben empfehlenswert, sondern auch in der Altenpflege sinnvoll.

Schlafveränderungen im Alter

Senioren schlafen nicht mehr so tief wie junge Menschen, weshalb sie sich am Morgen häufig unausgeschlafen fühlen.

Dies ist eine normale, körperliche Altersveränderung. Einschlaf- und/oder Durchschlafprobleme können aber auch ein Hinweis auf bestimmte Krankheiten sein, weswegen auch in der Pflege eine Untersuchung des Schlafverhaltens in Betracht gezogen werden sollte. Die professionelle Untersuchung findet in einem Schlaflabor statt.

Die Untersuchung des Schlafverhaltens

Nach ihrem normalen Tagesablauf sollten sich die Schlafpatienten Abends zwischen 20 und 22 Uhr im Schlaflabor einfinden. Die übliche Schlafbekleidung und ihre persönlichen Hygieneartikel müssen mitgebracht werden, damit ein Ablauf wie zu Hause stattfinden kann. Bei der Untersuchung angekommen, werden die Schlafpatienten in Empfang genommen und für die Untersuchung vorbereitet.

Um in der Nacht die Hirnströme der Schlafpatienten messen zu können, werden Elektroden auf der Haut befestigt. Dies ist nötig, um bestimmte Funktionszustände und Schlafstadien des Gehirns aufzuzeichnen. Es können weder Gedanken noch Träume abgelesen werden, sodass die Schlafpatienten keinerlei Befürchtung haben müssen.

Besser schlafen mit professioneller Hilfe

Da auch Störungen der Atmung Schlafprobleme verursachen können, wird diese ebenfalls überwacht. Um Luftbewegungen zu messen, werden wärmesensible Thermistoren an Mund und Nase geklebt. Außerdem werden Elektroden an beiden Beinen seitlich vom Schienbein angebracht, um auch nächtliche Bewegungen der Beine zu erfassen, da gerade im höheren Lebensalter Muskelkrämpfe auftreten, die sich negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Zudem werden auch Geräusche wie Schnarchen oder Sprechen aufgezeichnet, denn auch solche akustischen Reize können den Schlaf stören. Der Schlafraum ist zwar gut abgedunkelt, dennoch können mit einer Infrarotlichtkamera alle Bewegungen in der Nacht festgehalten werden. Nach der Untersuchung können Schlafmediziner dem Patienten das weitere therapeutische Vorgehen erklären, damit sie wieder gut schlafen können.

Bild von Hotel Montecatini Terme via flickr.com

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