Senioren und Computer: Eine Generation wird immer technikaffiner

Seit den Anfängen der Computertechnologie hat sich vieles verändert. Für die meisten Menschen ist der Computer ein Gegenstand, der genauso häufig benutzt wird wie das tägliche Geschirr. Dabei haben Smartphones und Tablets dem großen PC häufig schon den Rang abgelaufen. Auch Senioren halten mit der Entwicklung Schritt, denn es ist ihnen ein großes Bedürfnis, im Kontakt mit ihren Familienangehörigen, insbesondere mit den Enkeln, zu bleiben. Die Technik macht es möglich.

Dank Smartphone und Tablet können auch weite Entfernungen überbrückt werden. Nicht wenige Mitbürger der Generation 60+ chatten mit der Jugend über WhatsApp oder Skype. Fortgeschrittene der über 60- oder 70-Jährigen betreiben nicht selten ihre gesamten Bankgeschäfte online. Wenn Ihnen entsprechende Kenntnisse noch fehlen, haben sie das dringende Bedürfnis, an einem Computerkurs teilzunehmen. Viele ältere Menschen möchten sich auch in technischer Hinsicht weiter entwickeln, nehmen aber von Geräten, auf denen „speziell für Senioren“ steht, Abstand.

Ältere Menschen und PC: Ängste abbauen und Sicherheit gewinnen

Viele Fortbildungseinrichtungen wie Volkshochschulen haben sich längst an die veränderten Gewohnheiten der Bevölkerung angepasst. Fast alle Städte bieten Einsteigerkurse für ältere Menschen an. Unter ihresgleichen brauchen Sie sich nicht schämen, wenn sie manches nicht sofort verstehen. Beim Lernen ist es ihnen wichtig, das im eigenen Tempo tun zu können.

Wenn die ersten Berührungsängste im Umgang mit der Technik verschwinden, entwickelt sich große Freude an der Arbeit mit dem Computer. Auch 70-Jährige haben heute häufig Vorkenntnisse in der Computernutzung. Deshalb müssen sich Senioreneinrichtungen auf die neuen Bedürfnisse älterer Bewohner einstellen. Für Altenheime wäre die Anschaffung einer besonders bedienfreundlichen Spezialtechnik eine Überlegung wert. Von der Computertechnologie können beide Seiten profitieren. Computer sollten auch in der Altenpflege ihre angemessene Bedeutung bekommen. Einem älteren Menschen den Rechner vorzuenthalten, bloß weil er jetzt in einer Einrichtung lebt, wäre grundverkehrt.

Es wäre durchaus möglich, für Neulinge auch im Altenheim einen Computerkurs anzubieten. Besondere Investitionen sind hierfür nicht unbedingt erforderlich. Senioren bevorzugen einfache Anwendungen, deshalb brauchen sie auch keine High-End-Hardware. Häufig kommen sie mit kostenlosen Programmen zurecht, die ihnen alle Grundfunktionen bieten, darüber hinaus überschaubar und leicht erlernbar sind.

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