Seit wann gibt es eigentlich bleachen?

Alkohol, Kaffee und der Rauch von verbranntem Tabak sind die Hauptursachen für Zahnverfärbungen. Zusätzlich wirken färbende Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte, Tee oder verschiedene Weinsorten auf die Farbe der Zähne ein.

Und so kommt es, dass wir Menschen versuchen das strahlende Weiß unserer Zähne wieder herzustellen, wenn dieses durch äußere Einflüsse oder innere Zahnkrankheiten wie Karies oder Mangelernährung angegriffen wird. Bereits seit Jahrhunderten versuchen die Menschen verschiedenste logische, aber auch skurrile Möglichkeiten wie Eigenurin, um die weiße Zahnfarbe wieder herzustellen.

Die Geschichte des Bleachings

Während in den Beginnen des Bleachings die Behandlungsmethode sehr oft schädigend für die Zähne waren, haben sich die heutigen Methoden maßgeblich und vor allem schonend weiter entwickelt. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte der schottische Chemiker Tellant ein Pulver zum bleachen. Dieses Pulver gilt als erster ernstzunehmender Versuch des heutigen Bleichens von Zähnen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in verschiedenen Experimenten aus der Kombination von Strom, Hitze sowie den Chemikalien Pyrozon und Salzsäure die Grundlage für die heutigen Behandlungsmethoden gelegt. Wasserstoffperoxid (H2O2) war in den dreißiger Jahren der Durchbruch bei der Forschung nach effektiven Mitteln für die Zahnaufhellung.

Haywood und Haymann waren diejenigen, die 1989 nach zahlreichen Versuchen und Entwicklungen die erste marktreife Bleaching-Lösung anboten. Das sogenannte Home-Bleaching für Jedermann war erfunden und erfreut sich bis heute einer großen Beliebtheit.

Revolutionäre Pioniergedanken in der Anwendung

Während die Zahnaufhellung mit Wasserstoffperoxid ab einer geringen Mengengrenze nur von darauf geschulten Zahnärzten vorgenommen werden darf, ist die Anwendung mit dem Carbamidperoxid nach Haywood und Haymann im Rahmen des Home Bleaching auch für den Privatgebrauch geeignet. Vor der Anwendung sollte jedoch unbedingt mit einem qualifizierten Zahnarzt dazu Rücksprache gehalten werden, um die Zahnoberfläche sowie die gesamte Konstitution des Zahnes und des Zahnfleisches zu schützen.

Beim Home Bleaching wird über Nacht mit einer Schiene gearbeitet, die mit dem Bleaching Geld gefüllt über Nacht auf die Zähne gesteckt wird. Diese Methode ist auch als „Nightguard Vital Bleaching“ bekannt, wie sie von Haywood und Haymann genannt wurde.

Das Bleaching ist seit Jahrzehnten ein kosmetisches Verfahren zu Zahnaufhellung. Aufgrund umfangreicher Studien, die im Rahmen der Markteinführung in den 90er Jahren gemacht wurden sowie auch fortlaufend durch verschiedene Institute wie beispielsweise das „ADA – American Dental Association“, ist die Sicherheit sowie die schonende Anwendung attestiert.

Bleaching als einzige wirksame Methode der Zahnaufhellung

Während die Beginne des Bleachings vor rund 150-200 Jahren mit teilweise sehr zahnschädigenden oder auch sehr abwegigen Methoden heute nur noch in den Geschichtsbüchern der Zahn-Experten zu finden sind, hat das Bleaching den Sprung ins heimische Badezimmer geschafft. Mit dem Home Bleaching ist es jedem Privatier möglich nach einer empfehlenswerten Beratung durch den Zahnarzt die eigenen Zähne zu Hause aufzuhellen. Auch weiterhin stehen dazu die Experten in den Zahnarztpraxen zur Verfügung, deren Arbeit ein konstantes Aufhellen des Weiß gewährleistet.

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