Was bedeuten eigentlich die Zeichen im Schwerbehindertenausweis?

alten-pflege-SchwerbehindertenausweisDer Schwerbehindertenausweis ist in Deutschland ein amtliches Dokument. Sein Inhalt umfasst die persönlichen Daten des Inhabers und verschiedene Buchstaben und Buchstabenkombinationen.

Diese bezeichnen Art und Schwere der Behinderung und berechtigen den Inhaber zur Inanspruchnahme verschiedenster Leistungen.

Die Kennzeichnungen

Es gibt elf unterschiedliche Buchstabenkombinationen. Die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis lauten: aG, B, BI, EB, G, Gl, H,RF,T, VB und 1.Kl. Bei vielen alten Menschen enthält der Ausweis das Merkzeichen G für eine erhebliche Gehbehinderung oder aG für eine außergewöhnliche Gehbehinderung. Bl steht für Blindheit und Gl für Gehörlosigkeit.

Personen mit dieser Einschränkung wird oft der Zusatz RF für die Befreiung von den Rundfunkgebühren gewährt. Dazu muss die Behinderung 60 Prozent betragen. Wenn das Merkzeichen T im Behindertenausweis vermerkt ist, dann kann der Inhaber einen speziellen Sonderfahrdienst in Anspruch nehmen.

Dazu ist zusätzlich das Merkzeichen aG für eine starke Gehbehinderung erforderlich. Die Behinderung muss mindestens 80 Prozent betragen und es muss eine Störung beim Treppensteigen vorliegen. Das Merkzeichen G kann nicht nur für viele alte Menschen, sondern auch für Rollstuhlfahrer vergeben werden. Das Merkzeichen G bezeichnet zudem Behinderte mit schweren Herz.- und Lungenleiden, Anfallsleiden und Orientierungslosigkeit aufgrund von Sehr- und Hörschwächen.

Hilfen für Pflegebedürftige

Das Merkzeichen H steht für Hilflosigkeit. Im Altenpflegebereich zum Beispiel betrifft es Menschen ab der Pflegestufe zwei. Betroffene müssen mindestens zwei Stunden am Tag fremde Hilfe benötigen.

Sie brauchen Hilfe beim Anziehen, bei der Körperpflege, beim Toilettengang und beim Essen. Mit dem Merkzeichen B kann der Behinderte eine Begleitperson beanspruchen, die unterstützende Dienste bei der Benutzung von Bus oder Bahn leistet. Dazu sind zusätzlich die Merkzeichen für eine erhebliche oder außergewöhnliche Gehbehinderung erforderlich.

Mehr Komfort und zusätzliche Leistungen

Schwerbehinderte durch Kriegsverletzungen dürfen mit dem Merkzeichen 1. Kl. im Behindertenausweis die erste Klasse in Zugabteilen benutzen. Dazu reicht ein Fahrschein für die zweite Klasse.

Das Merkzeichen VB regelt die Versorgung nach dem Soldatenversorgungsgesetz ab einer Behinderung von 50 Prozent. Mit dem Merkzeichen EB erhalten Betroffene eine Entschädigungsberechtigung nach Paragraph 28 des Bundesentschädigungsgesetztes.

Bild von twicepix via flickr.com

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